Meinung : Die Sorgenfalten seiner Beamten

„Das sparen wir uns“ vom 26. Juni

Es mag für den Innensenator beruhigend sein, dass er bezüglich der vorgesehenen Besoldungserhöhungen in 2014/2015 für die Beamten dieser Stadt seinen eigenen Worten nach „entspannt in den Spiegel schauen kann“.

Die Sorgenfalten seiner Beamten, insbesondere die des einfachen und mittleren Dienstes, vielfach bei der Feuerwehr und im Polizei- und Vollzugsdienst tätig, hingegen entspannen sich angesichts dieser Beschlüsse jedoch definitiv nicht.

Die vielfach vom Berliner Senat avisierte Angleichung der Besoldung der Berliner Beamten an den Bundesdurchschnitt bis zum Jahre 2017 ist nunmehr erst recht als hinfällig und offensichtlich als wohl nie ernsthaft gewollt anzusehen. Die dem Senat als Dienstherrn obliegende Fürsorgepflicht als Äquivalent zur Dienst- und Treuepflicht seiner Beamten und zugleich Ausdruck seiner Wertschätzung für deren Arbeit ist

nicht mehr vorhanden.

Mögen die im Parlament vertretenen Parteien doch mal einem Berliner Polizisten, quantitativ und qualitativ mit zum Teil schwerster Kriminalität befasst, seine mittlerweile merkantile Gehaltsdifferenz (ca. zehn Prozent) gegenüber einem Polizisten in (süd)ländlicher Gegend erklären bzw. dem Berliner Feuerwehrmann, warum er für wesentlich weniger Geld ins brennende Haus geht.

Carsten Buchhauser, Berlin-Staaken

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