Die SPD und Bayern : Schlechte Vorboten für Peer Steinbrück

Die SPD hatte in Bayern gehofft, mit Christian Ude die CSU von der Regierung zu verdrängen. Doch die Umfragewerte sind desaströs. Weil die Bayern eine Woche vor der Bundestagswahl abstimmen, muss Peer Steinbrück nun auch noch gegen diesen Trend ankämpfen.

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Zünftiger Bohémien. Was weiß dieser Mann über die Probleme in der Fläche? Christian Ude regiert München seit 1993. Foto: picture alliance / Sueddeutsche
Zünftiger Bohémien. Was weiß dieser Mann über die Probleme in der Fläche? Christian Ude regiert München seit 1993.Foto: picture alliance / Sueddeutsche

Desaströs ist das Ergebnis in Bayern für die SPD – das Ergebnis der jüngsten Umfrage, nicht bei der Wahl. Darin liegt der einzige Trost für die Partei, die gehofft hatte, mit „Bürger-King“ Christian Ude den künftigen (und überhaupt erst zweiten) SPD-Ministerpräsidenten des Freistaates zu stellen. Aber 18 Prozent, und das noch sinkend, werden da bei Weitem nicht reichen. Und nicht nur das, es war auch noch nie so schlimm; selbst Ude sinkt in der Beliebtheit. Stattdessen kommen die Grünen immer weiter auf. SPD, Grüne und Freie Wähler zusammen erreichen nur 41 Prozent gegenüber 47 für die CSU! Die FDP wäre übrigens gegenwärtig draußen. „Crazy Horst“ (Parteispott) kann es doch tatsächlich schaffen, der CSU wieder zur Alleinregierung zu verhelfen; die Zahlen nicht bloß seiner CSU, auch die Kennziffern Bayerns sind aber auch sehr gut. Peer Steinbrück kommt nun am Sonnabend ins Theaterzelt, wo die SPD ihren Parteitag abhält. Was für eine Vorstellung: Vor ihm werden Genossen sitzen, die wissen, dass sie eine Woche vor der Bundestagswahl den Trend vorgeben könnten – einen negativen. Sowohl gegen die Union als auch dagegen muss Steinbrück jetzt ankämpfen. Nur schon die eigenen Leute zu gewinnen, wird sehr, sehr schwierig. Zumal bei diesen Vorboten.

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