Meinung : Die Speckgürtel-Diät

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Der Berliner Finanzsenator Sarrazin gilt in der Geldeintreiberszene als verdammt harter Hund. Dennoch wäre er wohl kaum auf die Idee gekommen, die jetzt im Hamburger Wahlkampf aus dem Munde von Thomas Mirow die Runde macht: Könnte man nicht Landesbeamte dazu verpflichten, ihren Wohnsitz im Land zu nehmen, damit dieses Land auch deren schöne dicke Einkommensteuern kassiert? „Residenzpflicht“ ist das Zauberwort, und während die Oberregierungsräte nun allmählich ihre Einfamilienhäuser in Reinbek und HenstedtUlzburg verscherbeln, denken wir schon mal einen Schritt weiter. Ist es in den Zeiten klammer Staatskassen unumgänglich, dass Hamburger Staatsdiener ihr Urlaubsgeld nach Antalya und Teneriffa tragen? Sollen sie fortan Urlaub im Land selbst machen, nett in der Elbe plantschen und die örtlichen Hotels frequentieren. Auch der Einkauf außerhalb der Stadtgrenzen verlagert bedeutende Steuerbeträge in fremde Taschen und könnte untersagt werden. Am billigsten ist vermutlich, die Beamten gleich bei freier Kost und Logis zu kasernieren, auf dass sie dem Staate treu ergeben residieren mögen. Mit dieser Diät ließe sich übrigens auch der Berliner Speckgürtel radikal abschmelzen … Nein, Herr Sarrazin, bitte! War doch nur ein Scherz. Die Hamburger meinen das gar nicht so.

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