Meinung : Dienst an der Sache

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Was ist das nun wieder für eine Milchmädchenrechnung? Da soll also ein Teil des Bundesnachrichtendienstes in Pullach bleiben. Und der Kanzleramtsminister wirbt für sein Konzept auch mit dem Argument, dadurch werde Geld gespart – weil weniger umziehen und die, die nicht umziehen, kein Geld nach dem Bonn-Berlin-Gesetz bekommen sollen. Nun sagt Thomas de Maizière wohl selbst, dass das Ganze noch nicht durchgerechnet ist. Was klug ist. Denn so richtig einleuchten will nicht, dass zwei Amtssitze billiger als einer sein sollen. Man weiß doch, wie es kommt. Wie sagt der Parteikollege, der Berliner CDU-Abgeordnete Ingo Schmitt: Es darf nicht sein, dass Behörden am Ende ineffizient arbeiten und in aufgeblähten Bürokratiestrukturen ersticken. Was er sagt, verfolgt nicht bloß lokales Interesse. Nationales ist, dass der Geheimdienst im Kampf gegen Terror bestens vernetzt ist, mit der Regierung und mit den anderen Sicherheitsbehörden. Kurzum: Der beste Dienst an der Sache ist, wenn „der Dienst“ nach Berlin umzieht. Und die Bayern sollten nicht jammern. Für das schöne Pullach findet sich schon was. Wer nicht weiß, wie’s geht – in Ostdeutschland schaffen sie das alle Tage. cas

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