Dispozinsen : Überzogen

Dispozinsen sind für Banken leicht verdientes Geld. Kaum ein Kunde fragt nach ihrer Höhe, wenn er ein Konto eröffnet, die meisten freuen sich, dass die Bank ihnen von selbst einen großzügigen Rahmen einräumt.

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Wenn man hin und wieder sein Konto überzieht, fallen die Zinsen nicht so ins Gewicht. Anders sieht es aus, wenn man das Konto regelmäßig mit 1000 Euro belastet: Dann zahlt man bei der Commerzbank saftige 13,2 Prozent, 132 Euro im Jahr. Auch viele andere Banken und Sparkassen verlangen Sätze im zweistelligen Bereich. Das ist unverschämt, schließlich leihen die Banken selbst ihr Geld für gerade mal ein Prozent bei der Zentralbank. Gut, dass es seit Juli ein Gesetz gibt, dass den Banken vorschreibt, ihre Dispozinsen an einen Leitzins zu koppeln. Geht er hoch, dürfen sie erhöhen, geht er runter, müssen sie senken. Dumm nur, dass das Gesetz erst jetzt kommt, wo die Leitzinsen historisch niedrig sind. In den nächsten Jahren können sie nur noch steigen. Hier muss die Politik nachbessern. Aber auch die Kunden müssen nachsitzen und lernen: Ein Disporahmen taugt nicht als langfristiger Kredit, da gibt es bessere Produkte. Bessere Banken gibt es auch. mirs

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