Meinung : Dokumentiert

-

Am Montagmittag erreichte den Tagesspiegel folgende Erklärung der Botschaft der Islamischen Republik Iran:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin möchte Ihnen mitteilen, dass die Veröffentlichung der beleidigenden Karikatur in Ihrer Ausgabe vom 10. Februar bei allen Sportlern, beim iranischen Volk, und bei Sportfreunden in der ganzen Welt sowie auch bei den in Deutschland lebenden Iranern Abscheu und Empörung ausgelöst hat. Die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft ist eine große Verantwortung, die auf allgemeine Entscheidung aller Länder diesmal der Bundesrepublik Deutschland übertragen wurde. Alle Bereiche der Gesellschaft, z. B. die Medien, müssen ihre Fähigkeit, für die Veranstaltung dieses großen Events Verantwortung übernehmen zu können, unter Beweis stellen. Sport ist ein Mittel zur Stärkung der Solidarität unter den Völkern, zur Verbesserung des Verständnisses und zur Förderung der Moral und der spirituellen Grundlagen, und es muss vermieden werden, diesen Bereich auf unverantwortliche und unmoralische Art und Weise politisch zu missbrauchen.

Angesichts des o. g. Sachverhalts protestiert die Botschaft der Islamischen Republik Iran vehement gegen den taktlosen Akt Ihrer Zeitung und fordert Sie ernsthaft auf, sich schriftlich dafür zu entschuldigen und die notwendigen Schritte für eine Wiedergutmachung dieses unmoralischen Akts zu unternehmen. Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin behält sich außerdem das Recht vor, die Angelegenheit rechtlich zu verfolgen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben