Doping : Pharma, hilf!

Und noch einen olympischen Rekord wird es bei den Spielen in London geben: das größte Dopingkontrollprogramm der Geschichte. Wie so viele Weltrekorde ist auch dieser leider wertlos. Denn wer richtig dopen wollte, hat das lange vor den Spielen getan und lässt sich in London ganz bestimmt nicht erwischen. Ein paar Sportler wird es wie immer treffen. Genau so viele, dass man an die Wirksamkeit des Kontrollsystems glauben könnte. Und genau so wenige, dass man den Glauben an eine insgesamt saubere Veranstaltung nicht verliert. So ein Zufall. Dass es die fairsten Olympischen Spiele werden, ist der anmaßendste Anspruch, den London verkündet hat. Aber etwas erreichen kann London für den sauberen Sport trotzdem. Gemeinsam mit Glaxo Smith Kline. Das Pharmaunternehmen ist offizieller Olympiasponsor. Und die Pharmaindustrie besitzt einige der Schlüssel zu einer effizienteren Dopingbekämpfung: Geld für Forschung, das die Dopingkontrolllabore nicht haben. Patente und Daten, an die Sportverbände und Dopingjäger nie kommen würden. Manche Substanzen werden weltweit häufiger an dopende Sportler als an leidende Patienten verkauft. Die Pharmaindustrie könnte dafür etwas zurückgeben. teu

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