Meinung : Eichel, Buchecker, Rosskastanie

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Ja, liebe Telekom-Kleinaktionäre: Es gibt ihn noch, den Geschäftserfolg. Doch Voraussetzung für solche Erfolge ist ein strategisches, konzeptionelles Denken, das sich über kleinmütige Einwände hinwegsetzt. So galt die Idee, einen ganzen Fernsehsender durch 0190er-Anrufe der Zuschauer zu finanzieren, als komplett bescheuert. Doch da auch die dazugehörigen Sendungen, insbesondere nachts, komplett bescheuert sind, schafft der Sender „Neun Live“ noch in diesem Jahr schwarze Zahlen. Was sagt das über die Zuschauer? Sie haben Geld und schmeißen es gern aus dem Fenster, sofern ihnen nur irgendein Gewinn winkt. Und nun, Herr Finanzminister, bitte mal aufpassen. Der Sender „Fiskus live“, direkt aus dem Berliner Finanzamt für Körperschaften III, kann mit dieser Methode locker den Etat sanieren. Frage: „Der Finanzminister heißt a) Eichel, b) Buchecker, c) Rosskastanie?“ Als Gewinn winkt, sagen wir, die unbesehene Anerkennung des häuslichen Arbeitszimmers für ein Jahr, und schon rufen die Leute an wie dumm. Milliarden! Für das Nachtprogramm müsste freilich eine hübsche Finanzoberinspektorin gewonnen werden, die sich lasziv auf dem Kopierer räkelt und beispielsweise eine „heiße Steuernummer“ verspricht. Die Anrufkosten sollten allerdings steuerlich abzugsfähig sein. Der guten Ordnung halber.

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