Meinung : Ein bisschen dagegen

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Präsident Bush hat schon manche Schlacht um den Irak verloren, dies war die erste zu Hause. 246 zu 182 stimmte der Kongress gegen die Truppenverstärkung, auch 17 Republikaner sagten nein. Mit der ungewöhnlichen, viertägigen Marathondebatte wollen die Demokraten beweisen: Wir sind für eine andere Irakpolitik, und wir haben jetzt die Mehrheit. Darf man ihnen das glauben? Die donnernde Resolution ist nicht verbindlich. Sie könnten Bush zwingen, das Militär zu reduzieren, indem sie ihm das Geld verweigern. Davor schrecken sie zurück. Der Senat, die zweite Kammer, agiert noch verwirrender. Über Wochen reichte es nicht mal zur nötigen Mehrheit, eine kritische Resolution auch nur zu debattieren. Anders als 2003 sind die Bürger heute gegen diesen Krieg, Misserfolg ist immer unpopulär. Aber eine Kongressmehrheit für den Abzug gibt es nicht, noch nicht. Den Demokraten geht es um das Signal: Dies ist Bushs Krieg, er führt ihn jetzt allein. Die Folgen werden sie früh genug erben. Wenn sie 2008 das Weiße Haus erobern. cvm

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