Meinung : Eine Art von Persönlichkeit

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Der Mensch wird ins Dasein geworfen wie ein Sack Mehl in den Kofferraum. Zack! Da liegt er dann, und fortan geht es bergab. Denn Kinder leben heute ja meist nicht mehr im Kinderzimmer, sondern, wie der große Adoleszenzforscher George W.Bush sagt, in den dunklen Verliesen des Internets. Kommen sie wieder raus, werden aus ihnen zapplige, kontaktarme Gestalten, die sich entweder zu Computergenies entwickeln oder kellnern gehen müssen. Im Lichte dieser Erkenntnis interpretieren wir zumindest die Stellungnahme eines britischen Arbeitsamtes, das eine Stellenausschreibung abgelehnt hat, weil darin „freundliches“ Personal für ein Café gesucht wurde. Zur Begründung hieß es, dies diskriminiere alle Menschen, die nicht das Glück hätten, eine solche Art von Persönlichkeit zu sein. Wir würden dies gern an Herrn Gerster, Nürnberg, weiterleiten: Einfach mal gezielt Stinker, Miesnickel, Trantüten und Langweiler vermitteln, die bislang diskriminiert in ihren Einraumwohnungen hocken und auf die Stütze warten - schon ist eine Menge aus der Statistik raus. Der Aufschwung kann beginnen! In den Cafés wird es dann allerdings ziemlich ungemütlich.

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