Meinung : Eine Qual

ROT-GRÜN UND DER KRIEG IM IRAK

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Frei nach Adenauer – der ein überzeugter Atlantiker war – lässt sich jetzt mit Fug und Völkerrecht sagen: Die Lage war lange nicht so ernst. Es war nur ein Halbsatz des Herrn Wolfowitz, dass die USA im Fall eines Angriffs auf den Irak auch Hilfe von AwacsAufklärern der Nato erwarten; es reicht ein Hüsteln, und schon reagiert Rot-Grün mit Fieberschüben. Sollen wir, können wir, wollen wir – die leidige Debatte geht von vorne los und entfaltet unheilvolle Wirkung. Niemand soll glauben, dass der amerikanische Freund das nicht mit Absicht fördert. Präsident Bush ist nachtragend, und was das heißt, zeigt sich gerade. Die Anfragen der USA, dazu die der Israelis (die dann gar keine offiziellen gewesen sein sollen) quälen Rot-Grün. Weil sie die Koalition jedesmal mit ihrem kategorischen Nein zum Irak-Feldzug konfrontieren. Und mit den Folgen eines Neins zum Beispiel zu Überflugrechten über Deutschland und der Nutzung der Awacs mit Deutschen an Bord. Recht hin oder her, wenn die Regierung so weitermacht, wird sie als Partner nicht mehr ernst genommen. Vom Partner in der Führung ist längst keine Rede mehr. Das klingt: verheerend. Ja, so ernst ist die Lage. Und wer sagt, dass es – wie bei Adenauer – doch noch immer gut gegangen ist? cas

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