Meinung : Eine Suite für Checkpoint Charlie

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Was wissen wir schon wirklich von George W. Bush? Wird er womöglich heute Nacht die Wände seines abhörsicheren CIA-Zelts im Adlon anstarren, im Bauch Havelkrebse, im Kopf den Kollegen Putin - und bittere Zähren in der Erinnerung vergießen, dass er einst nur ein Landjunge war, der in alle Welt fahren konnte ohne eine Zehntausend-Mann-Eskorte? Der Stadt Berlin geht es nicht viel besser: War es nicht schön damals in Schöneberg, als ein paar Schutzmänner genügten, Kennedy vor seinen Bewunderern zu bewahren? Zeit für einen symbolischen Akt der Verbundenheit! Chelsea Clinton hat jetzt erzählt, sie sei von ihren Eltern nach dem hübschen Londoner Stadtteil Chelsea benannt worden. Nun sind die Bushs über dieses Alter bekanntlich weit hinaus, aber es könnte ja dereinst, falls die wilden Töchter die Pubertät überwinden, Enkelchen geben. „Prenzlauer Berg“ als Vor für den Erstgeborenen, „Dahlem Headquarters“ für die niedliche Zweitenkelin – und wie wäre es, wenn der Dritte im Bunde „Checkpoint Charlie“ hieße? Dessen Berufung zum US-Präsidenten wäre Ehrensache; die Adlon-Suite für das Jahr 2050 ist hiermit auf seinen Namen reserviert.

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