Meinung : Einsicht ist männlich

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So feiert man angemessen Geburtstage. Parteichefin Angela Merkel lädt aus Anlass des 75. von Heiner Geißler ein zum Gespräch des vormaligen Generalsekretärs der CDU Deutschlands mit der vormaligen Cheffeministin Deutschlands, Alice Schwarzer. Thema ist das Frauenbild 20 Jahre nach den „Essener Leitsätzen“ der Konservativen. Wenn das nicht schon in sich ein Kommentar ist! Die Grünen, einst ErfinderInnen der Quote und des „Feminats“, hatten in jüngster Zeit auch in der Debatte nichts Vergleichbares anzubieten. Herrje, Jahrzehnte ist das nun schon her, dass die CDU das Frauenthema für sich entdeckte. Dass an die Seite der ihrerzeit obersten CDUFrau Helga Wex ebenjener Geißler trat, der Rita Süssmuth entdeckte und die Männer mit dem Spruch erschreckte: „Stoßt die Paschas vom Thron!“ Ja, er, Geißler, hat damals den wahren Macho geweckt: den, der keine Angst vor starken Frauen hat. Und Helmut Kohl, den Übervater, konnte er auch noch überzeugen. Kohl zog fortan in jeder Parteitagsrede den „Bonzen“ eins drüber, die Frauen nicht fördern wollten. Es hat genutzt, wie Mann sieht. Ohne Schwarzer zu nahe treten zu wollen: Erst als die Konservativen die Frauenfrage stellten (und übrigens 1996 mit der „Quorum“ genannten Quote von CDU-Generalsekretär Peter Hintze endgültig beantworteten), ging es voran. Mit der Einsicht von Männern. Bei den Frauen hat dagegen der Post-Feminismus gesiegt. Und Alice Schwarzer tanzt auf Pressebällen gewandt mit den Großen der Macht. cas

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