Eisbär-Porträt : Fisch, Fleisch und Walnüsse

Lars, der Papa von Eisbär Knut, wiegt rund 500 Kilo und braucht ordentlich zu Fressen.

Annette Kögel

Es gibt wohl kaum einen passenderen Namen für einen Eisbären als Lars. Da wären also Kinderbuchliebling Lars, der kleine Eisbär – und Lars, der große Eisbär. Knuts Vater kam am 12. Dezember 1993 in München zur Welt. Groß wurde er im Tierpark Neumünster, wo ihn zwei ältere Eisbärinnen streng behandelten. Lars war schon damals sehr leicht im Umgang, sagen die Pfleger. Auch im Zoo Berlin, wo Lars seit November 1999 als Zuchtleihgabe lebt, gilt der 500-Kilo-Koloss als umgänglich, verträglich, gutmütig. Und als deckfreudig. Oft schon hat er seine Gehegemitbewohnerinnen Nancy, Katjuscha und Tosca bestiegen.

Knut war der erste Babyeisbär seit 33 Jahren im Zoo, der durchkam. Nun steht im sogenannten Einstellungvertrag, dass der „erste und überlebende“ Sprössling von Lars Eigentum des Zoos Neumünster ist. Deshalb stellt dessen Chef, Peter Drüwa, jetzt Ansprüche an den Zoo Berlin. Fünf Millionen Euro haben die Berliner durch den Knut-Hype mehr eingenommen – Neumünster will ein Stück vom Fell des Bären, zur Not per Klage. Lars mit seinem typischen Zickenbärtchen interessiert sich derweil aber mehr für Fleisch, Fisch und Walnüsse. 

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