Elektroautos : Drittwagen

Käufer von Elektroautos verdienen in der Regel gut. Der Staat muss das elektrische Drittauto von Besserverdienenden nicht suvbentionieren, sondern sollte in die Forschung investieren.

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Wer sich heute ein Elektroauto kaufen will, muss mehr als 40 000 Euro für einen mager ausgestatteten Kleinwagen ausgeben. Hergestellt wird er in Japan, von Nissan oder Mitsubishi. Die deutschen Konzerne sind frühestens 2013 mit eigenen, rein batteriebetriebenen Fahrzeugen auf dem Markt. Sollte der Staat die „Early Adopter“, die ersten Käufer der neuen, teuren Technologie mit einer Kaufprämie von 2000 oder 3000 Euro unterstützen? Das Steuergeld ließe sich sinnvoller einsetzen: Studien zeigen, dass die Käufer von E-Autos gut verdienen und schon ein oder zwei konventionelle Autos in der Garage stehen haben. Ist es sinnvoll, das elektrische Drittauto von Besserverdienenden zu subventionieren? Die Nationale Plattform Elektromobilität lässt das Thema Kaufanreize zu Recht offen. Stattdessen wird ein Forschungsbedarf von vier Milliarden Euro definiert. Hier sollte der Staat investieren: bei der marktnahen Entwicklung von Batterien, anderen Antrieben und intelligenten Netzen für erneuerbare Energie. Davon haben dann nicht nur VW, Daimler und BMW etwas, sondern die gesamte Mobilitätsindustrie – oder anders: die deutsche Wirtschaft insgesamt.

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