Elektroautos : Zu neuen Gipfeln

In Gipfeln ist Angela Merkel gut. Energie- und Integrationsgipfel, Bildungs- und Krisengipfel und nun endlich ein Elektroautogipfel. Und in Sachen rheinischer Kapitalismus lernt die Konsenskanzlerin auch dazu. Denn die nächsten Schritte in die elektromobile Zukunft werden in einer konzertierten Aktion gegangen. Neben Henning Kagermann, dem früheren SAP-Chef, und Matthias Wissmann, dem Präsidenten der Autoindustrie, spielt Berthold Huber, der Vorsitzende der IG Metall, eine besondere Rolle auf der „nationalen Plattform Elektromobilität“. Merkel schätzt Huber, und ideologische Vorbehalte sind ihr sowieso fremd, anders als bisweilen den Herren in der Industrie. Die haben sich schwer getan, um bei der Vorbereitung auf den Gipfel überhaupt einen gemeinsamen Standpunkt zu finden. Auto-, Elektro-, Chemieindustrie und Maschinenbau haben unterschiedliche Interessen und verschiedene Perspektiven auf das komplexe Thema E-Mobilität. Man darf gespannt sein, wie im Herbst die Ergebnisse der sieben Arbeitsgruppen ausfallen. Dann wird auch erkennbar, ob Merkel eine gute Hand hatte: Kagermann, Wissmann und Huber koordinieren die Gruppenarbeit. alf

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