Energieexport : Zu viel Ökostrom

Strom ist ein gutes Geschäft. Das ahnt jeder Verbraucher, wenn er die Rechnung bezahlt. Aber für wen? Und wie kann es sein, dass die Bundesrepublik trotz Energiewende und immer weniger Kernenergie auch von dieser Ware deutlich mehr ins Ausland verkauft als von den Nachbarn kaufen muss? Eine Erklärung liefern die Holländer, die den Großteil ihres Stroms in Gaskraftwerken erzeugen. Doch diese Gaskraftwerke sind nicht mehr rentabel zu betreiben, denn wenn es beim Nachbarn ziemlich windig ist und auch die Sonne scheint, gibt es aus Deutschland reichlich Ökostrom zu günstigen Preisen. Weil wir Deutschen den vielen grünen Strom, der unter bestimmten Wetterbedingungen erzeugt wird, gar nicht verbrauchen können, verscherbeln wir ihn ins Ausland. Ein Erfolgsbeleg für die Energiewende ist das keineswegs. Vielmehr werden auch hier die Folgen des deutschen Fördersystems deutlich, in dem das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage aufgehoben ist: Ökostrom gibt es je nach Wetterlage, das Angebot ist unabhängig von der Nachfrage. Und das auch noch zu garantierten Preisen – ein schönes Geschäft für die Stromerzeuger. alf

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