Energiegipfel : Weihnachten ist gerettet

Rund um die Energiewende gibt es viele wichtige Fragen, die allerwichtigste hat Angela Merkel nun beantwortet: Müssen wir fürchten, dass im Winter das Licht ausgeht, wenn Schnee die Solardächer bedeckt und kein Wind die Räder treibt? Nein, sagte die Kanzlerin nach ihrem Gipfel mit den 16 Länderchefs. Die Bundesnetzagentur habe die notwendigen Stromerzeugungskapazitäten für die Sicherstellung der Energieversorgung reserviert. Es werden also genügend mit Kohle, Gas und Öl befeuerte Reservekraftwerke am Netz sein. Wer diesen Service zur Sicherung einer friedlichen Weihnacht bezahlt, sagte sie nicht. Die Antwort: Wir Stromkunden, mit der Rechnung. Wir sind es auch, die dafür zahlen werden, sollte einmal ein teures Hochseewindrad dem Klabautermann zum Opfer fallen. Darin sind sich Deutschlands Länderchefs aller Parteibücher einig. Lösungen für die drängendsten strukturellen Probleme präsentieren sie nicht: Wer baut die Netze zum Abtransport des Windstroms aus dem Norden? Wer finanziert den Bau weiterer Reservekraftwerke, die Deutschland auch im Sommer braucht? Das soll eine Arbeitsgruppe bis Januar klären. Wenn bis dahin doch das Licht ausgeht, hat nicht nur Merkel ein Problem.kph

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben