Meinung : Enttäuscht von Wowereit

„Neid auf die Berliner Infrastruktur“

vom 9. Oktober

Ich kann mich gewiss als Fan von Klaus Wowereit bezeichnen. Als ich Sonntag allerdings mal die Aufzählung von Harald Martenstein las, was alles auch ziemlich schief gelaufen ist in der Stadt, während Klaus Wowereit regierte, bin ich doch sehr nachdenklich geworden. Die gravierenden Mängel an den öffentlichen Verkehrsmittel sind in der Tat nicht hinnehmbar.

Das schlechte Abschneiden der Berliner Schüler im Vergleich zu anderen Bundesländern ist wahrscheinlich schwer positiv zu deuten. Mir fiel dazu noch ein, wie sehr ich mich damals gewundert habe, dass „Familie und Jugend“ plötzlich keinen eigenen Platz mehr im Senat hatte. Stattdessen war das einfach dem Bildungsbereich zugeordnet worden. Für mich war das ein Zeichen, dass das Interesse dieses Senats für Familien und Jugendliche nicht besonders groß ist, was ich immer für einen großen Fehler gehalten habe. Gerade in diesem Zusammenhang fiel mir auch der Leserbrief von Frau Anja Lehmann vom 2. Oktober wieder ein, in dem beispielsweise beschrieben ist, wie der Erzieherbedarf errechnet wird. Wenn die Möglichkeit besteht, dass Eltern ihre Kinder öfter mal früher abholen könnten, sollte man das nur unterstützen und nicht mit der Einsparung von Erzieherkräften „bestrafen“.

Ich werde jetzt genau darauf achten, wie es weiter geht, und mich dann fragen, ob ich weiterhin Fan von Klaus Wowereit bleibe.

Monika Müller, Berlin-Heiligensee

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