Meinung : Erste allgemeine Verunsicherung

BUSH GREIFT CIA AN

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Jetzt ist es passiert. Die Selbstzerfleischung beginnt. Der amerikanische Präsident und seine Sicherheitsberaterin haben am Freitag öffentlich die CIA angegriffen. Der Auslandsgeheimdienst habe die Rede vom Januar 2003, in der George W. Bush behauptet hatte, der Irak habe in Afrika waffenfähiges Uran einkaufen wollen, zuvor abgesegnet. Inzwischen hat das Weiße Haus zugegeben, dass diese Behauptung falsch gewesen war. Die CIA wiederum hat am Freitag ebenfalls alle Schuld von sich gewiesen. Sie will nach eigenen Angaben sogar die britische Regierung frühzeitig vor einer solchen Behauptung gewarnt haben. Der gesamte Vorgang ist höchst ungewöhnlich und zeigt, wie verunsichert die USRegierung ist. Die Debatte über die nicht auffindbaren irakischen Massenvernichtungswaffen geht der Administration offenbar weit heftiger an die Nieren, als sie zugibt. Nun ist der schon lange schwelende Konflikt zwischen der meist akkurat arbeitenden CIA und den ideologischen Hardlinern um Vizepräsident Dick Cheney offen ausgebrochen. Es ist der erste regierungsinterne Skandal der bislang so stabilen Bush-Truppe. Die sieht sich plötzlich in die Defensive gedrängt. Der Krieg ist vorbei und gewonnen, die Schlacht könnte trotzdem verloren gehen.mal

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