Meinung : Es gibt noch Nachfrage

FDP WILL ANGREIFEN

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Voll im Angriff – so sagt es Guido Westerwelle für sich, ja für die ganze Partei. Und wer, wenn nicht Westerwelle, ist die FDP? Wie sehr er es ist, war wieder gut zu sehen auf dem Landesparteitag in NordrheinWestfalen. Da ist nach Jürgen Möllemann keiner im Land, der die Delegierten in seinen Bann zu ziehen verstünde; keiner neben Westerwelle. Das Gute daran ist für ihn, dass er als Bundesvorsitzender kein Quertreiben mehr zu fürchten hat. Das Schlechte ist, dass das Wahlergebnis in NRW nicht zuletzt an ihm festgemacht werden wird. Wie überhaupt fast jedes, nur nicht Schleswig-Holstein, weil sich das möllemannsch um Eigenständigkeit bemüht. Ja, Westerwelle: Nicht überall unumstritten, aber weithin unbestritten an der Spitze. Auch bei den Themen? Er muss es sein, im Blick auf Westen und Osten der Republik, denn der Unmut bei den Jüngeren über einen Mangel an neuen Inhalten, die der FDP Unverwechselbarkeit geben, wird vernehmbar. Die Misstöne werden anschwellen, wenn nicht mehr kommt als der eine Teil der alten Lambsdorff-Strategie, der mit weniger Staat und weniger Steuern. Das ist weitgehend konsumiert. Lambsdorff war aber immer auch: mehr Bürgerrechtsstaat. Dazu dann ein Pfund Sozialliberales – was der FDP damals abgekauft wurde, würde es auch jetzt. Worauf Westerwelle dringend achten muss. Denn nur Misserfolgserlebnisse bei den vielen kommenden Wahlen – und es könnte doch einer auf die Idee kommen, den Parteichef anzugreifen. Ohne Rücksicht auf Verluste. cas

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