Meinung : „Es soll keine sture …

Markus Huber

… Götzenanbetung mehr geben.“

Jetzt hat er seine Drohung wahrgemacht: Jörg Haider, ehemalige Chef der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) hat eine neue Partei gegründet – die Mehrheit der alten FPÖ-Führung nahm er dabei gleich mit.

Nein, Götzenanbetung werde seine neue Partei nicht mehr betreiben, sagte der Kärntner Landeshauptmann am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Damit war wohl alles über die ideologische Grundausrichtung seiner neuen „Bewegung Zukunft Österreich“ (BZÖ) gesagt, was zu sagen war. Und damit steht wohl auch vor allem eines fest: Der 55-jährige Haider, der mehr als 20 Jahre die österreichische Innenpolitik geprägt hat, will es noch einmal wissen, und das ist insofern komisch, weil er zuletzt immer wieder Rücktrittsgedanken geäußert hat. Doch offenbar hat ihm der innerparteiliche Streit der vergangenen Monate mit den Parteirechten einen neuen Motivationsschub verpasst.

Jung, dynamisch und modern will Haider als Chef der BZÖ auftreten. Populistische Themen will er anspielen, frei sein von ideologischen Schranken, um die neue Bewegung wieder so stark zu machen, wie es die FPÖ einmal war. Die deutschnationale Ausrichtung seiner Widersacher lehnt er ab. Haider hat erstaunlich viele FPÖ-Mitglieder gefunden, die es gemeinsam mit ihm versuchen wollen. Und deswegen hat wohl auch die neue Bewegung einen Götzen, der von vielen angebetet werden wird: Jörg Haider.

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