Meinung : Essen für Einen

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HeinrichWilhelm Ronsöhr, der unbekannteste aller unbekannten CDU-Medienexperten, ist am Sonntag ins Licht der Öffentlichkeit getreten. Seine Forderung: „Dinner for One“, der Silvester-Knaller in den Dritten Fernsehprogrammen, dürfe nur noch mit deutschen Untertiteln ausgestrahlt werden. „Damit auch diejenigen lachen können, die kein Englisch verstehen.“ Für mich eine prima Idee, Herr Ronsöhr. Mein Englisch ist so leidlich wie mein Humor: Ich kann über „Dinner for One“ überhaupt nicht lachen. Dabei habe ich alles versucht. Ich habe den Sketch „up Platt“ inhaliert: „Up de glieke Ort as vörrig Johr?“ – Up de glieke Ort as jedes Johr, Franz!“ Das war so wenig komisch wie der schwarz-weiße Sketch auf Farbe. Was in aller Welt ist so umwerfend an einem zunehmend betrunkenen Frackträger, der mehr als einmal über einen Tigerkopf stolpert? Ehrlich, da lacht seit 40 Jahren kein Engländer drüber! Trotzdem, ich möchte jetzt mitlachen. Die deutschen Untertitel werden bestimmt saukomisch. Schon der naheliegende Titel: „Essen für Einen – Einer für Essen“ ist einen Brüller wert. Aus Miss Sophie wird „Fröllein Sophie“, die Mulligatawny-Soup wird als Mulligatawny-Suppe serviert. Geht doch.

Thanks, Henry-William! jbh

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