Euro : Armes Griechenland

Sollten die robusteren Länder im Euro-Raum Griechenland helfen? Nein. Es gibt Stabilitätskriterien.

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Die Griechen sind schuld, wenn der US-Urlaub immer teurer wird. Am Freitag war der Euro nur 1,3960 Dollar wert, und der Druck auf die europäische Ankerwährung bleibt groß. Neben den Griechen sind es vor allem die Spanier und Portugiesen, die schwer unter der Krise leiden und ihre finanzpolitischen Grenzen zu weit überschritten haben. Sollten also die anderen, robusteren Länder im Euro-Raum helfen, um damit der gemeinsamen Währung und am Ende also wiederum sich selbst einen Dienst zu erweisen? Nein. Es gibt die Stabilitätskriterien, und wer dagegen verstößt, wird bestraft; krisenbedingte Ausnahmen bestätigen die Regel. In diesen Zeiten hat sich die gemeinsame Währung und das sie flankierende Regulierungsregime tatsächlich zu bewähren. Und das bedeutet beinhartes Sparen, auch demnächst in Deutschland. Doch der Hammer trifft die Griechen: Deren Defizit dort soll von heute 12,8 Prozent des Sozialprodukts bis 2012 auf 2,8 Prozent fallen. Das wird die Athener Regierung aber wohl nur durchsetzen können, wenn ihre Haushaltspolitik unter EU-Aufsicht steht. Eine gemeinsame Währung bedeutet eben weniger Souveränität.

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