Meinung : Exkommuniziert und geächtet

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Wir schreiben das Jahr 2002. Der junge SPDMinister Florian Gerster gerät in eine Sinnkrise. Zu Tode geängstigt gibt er sein Amt auf und wird Abt im Arbeitskloster zu Nürnberg. Ein Jahr später zieht er gen Berlin, schlägt dort seine 95 Thesen als Protest gegen die von DGB-Papst Michael I. verursachte Arbeitslosigkeit an die Tür des Landesarbeitsamts und gibt einen Haufen Geld für Berater aus. Der Papst verlangt von ihm den Widerruf der Thesen und Rückgabe des Geldes. Doch Gerster bleibt standhaft. Auch vor Kaiser Gerhard auf dem Bundestag zu Berlin erkennt er nur eine Autorität an: die Ich-AG. Vom Papst exkommuniziert und vom Kaiser geächtet, wird Gerster zum Ketzer erklärt. Um sein Leben zu retten, lässt der Arbeitszeitexperte Hartz der Weise ihn auf die Wolfsburg entführen. Dort bewirft er die Versucherin Ursula mit einem Job-Floater und übersetzt sämtliche greifbaren Tarifverträge aus dem Juristischen ins Deutsche. Seine Lehren finden immer mehr Anhänger. Doch der Preis dafür ist hoch: Entsetzt muss Gerster erkennen, dass nicht nur die Arbeiter ihn gründlich missverstehen … „Gerster" ist großes internationales Kino mit hochkarätigen Darstellern. Der Film erzählt von Gersters Standhaftigkeit und seinem Mut, mit dem er die mächtigsten Herrscher seiner Zeit herausfordert. Jetzt in ihrem Arbeitsamt!

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