Fachkräftemangel : Früh übt sich

Das Interesse an Technik und was man damit machen kann – zum Beispiel zum Mond fliegen – wird zu wenig gefördert. Deshalb gibt es in Deutschland einen Fachkräftemangel.

Corinna Visser

Maschinenbau oder Elektrotechnik studieren – für viele klingt das nach keinem großen Vergnügen. Wenn man nach dem Studium auch noch Taxi fahren muss, weil man keine angemessene Stelle findet, so wie es vielen frisch diplomierten Ingenieuren Anfang der 90er Jahre passierte, fängt man gar nicht erst an mit dem Studium. Das Ergebnis ist bekannt: Einige Jahre später standen die Unternehmen vor einem dramatischen Fachkräftemangel. Das darf sich in der jetzigen Krise nicht wiederholen. Es muss gelingen, die für den Aufschwung nötigen Experten so lange wie möglich im Unternehmen zu halten. Kurzarbeit und Weiterbildung können ein Weg dahin sein. Doch es ist mehr Anstrengung möglich. Deutschland ist ein Hochtechnologieland, nur in diesem Bereich können wir weltweit konkurrieren. Schaut man in Kindergärten und Schulen, merkt man wenig davon. Das Interesse an Technik und was man damit machen kann – zum Beispiel zum Mond fliegen – wird zu wenig gefördert. Hier sollten sich Unternehmen mehr engagieren: zum Beispiel aktuell unterbeschäftigte Fachleute mit interessantem Anschauungsmaterial in Kindergärten und Schulen schicken.

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