Meinung : Fährt Schröder einen Manta?

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Zu den mächtigsten Einrichtungen im Lande gehört zweifellos der TÜV. Ob wir eine Achterbahn errichten wollen oder einen Staubsauger kaufen, ob unser Kernkraftwerk leckt oder nur die Lenkung vom Auto eiert – die TÜVLeute haben immer die Finger drin. Insofern lag die Idee nahe, neben all den Details auch mal den Staat als solchen checken zu lassen, wie es die katholischen Bischöfe jetzt vorgeschlagen haben, zunächst in der Form des Sozialstaats-TÜV. Doch wie könnte das in der Praxis aussehen? Würde es der Kanzler persönlich auf sich nehmen, die knatternde Rostlaube alle paar Monate vorzufahren? Vorher müsste er dafür unbedingt die illegale Tieferlegung des Etats beseitigen, die viel zu weit herausstehenden Wachstumsprognosen abschrauben und den Prüfer mit einer kleinen Zuzahlung besänftigen. Doch wenn der Experte sich dann unter den Staat legt, dort das löchrige Sozialnetz entdeckt und missvergnügt in der total abgefahrenen Riester-Rente herumstochert, dann ahnen wir bereits: Das gibt diesmal keine Plakette. Muss die Kiste auf den Schrott? Der Abschleppwagen von Stoiber & Merkel wartet schon …

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