Familie Sarrazin : Was für ein streitbares Paar, diese Sarrazins!

Gäbe es die Sarrazins nicht, man müsste sie erfinden: Der Mann zwingt dem Land ein geistiges Großreinemachen über die Einwanderungspolitik auf. Seine Gattin startet eine Debatte über Lehrerautorität.

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Was für ein streitbares Paar, diese Sarrazins. Der Mann zwingt dem Land ein geistiges Großreinemachen über die Einwanderungspolitik auf. Seine Gattin, eine Lehrerin, setzt derart entschieden durch, wie es in ihrem Klassenzimmer laufen soll, dass es für einen Rundumstreit über Lehrerautorität, Regeln, Ordnung, elterliche Einmischung und die Kunst der Wahrheitsfindung reicht. Gäbe es die Sarrazins nicht, man müsste sie erfinden. Und ganz gleich, ob Thilo Sarrazin ein Krypto-Genetiker ist oder ob seine Frau sich in der Tiefe ihres Pädagoginnenherzens nach der Zeit der Kopfnüsse sehnt: Man muss den beiden dankbar sein für das, was sie auf sich nehmen in den von ihnen provozierten Streitereien. Wie bitte? Sie müssten doch nicht provozieren? Doch, denn beide machen Politikersatz. Weil die meisten Politiker vor lauter Rücksicht auf den Mainstream jede Polarisierung auf Kanzlerdeutsch „wenig hilfreich“ finden und stattdessen in Labertalkshows die Beine übereinanderschlagen, suchen sich die Großkonflikte der Politik neue Wege. Ein Kompliment den Sarrazins für ihre Konfliktbereitschaft. wvb.

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