FDP in der Krise : Koalieren statt kollabieren

Die FDP weiß es längst, sie sagen es in der Partei auch: Vor der Sommerpause geht ihr die Luft aus. Die Liberalen müssen klarmachen, dass sie mehr können, als mit der Union zu kollabieren.

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Von den Steuersenkungsforderungen bleibt nichts, und der Rest wird auch kassiert, vielleicht sogar der Hotelrabatt, denn irgendwo muss ja gespart werden. Es kann außerdem immer noch schlimmer kommen: wenn nämlich die Lage nicht geringere, sondern höhere Steuern erzwingt, womöglich besonders von den Besserverdienenden. Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, wer weiß, ob die schwäbische Hausfrau hier nicht auch noch Kehrwoche machen muss. Von der großen Rechtsstaatsliberalen, der Justizministerin, ist nicht zu erwarten, dass sie der Partei aufhilft, so wenig, wie man von ihr hört. Der Wirtschaftsminister ist kein Trauer-Glos, weil er das Amt mag, aber das war’s dann schon; und der Gesundheitsminister, der smarte Youngster, muss eigentlich gehen, wenn die Kopfpauschale, die er will, doch nicht kommt. Jedenfalls hat er das angekündigt. Was bleibt? Das: Die FDP muss klarmachen, dass sie mehr kann, als mit der Union zu kollabieren. Zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen mit den Grünen und der SPD koalieren. Da bliebe dann zur Abwechslung mal der Union die Luft weg.

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