FDP und Westerwelle : Mit Respekt zum Abschied

Wie gelingt der Übergang in der FDP? Entweder verläuft er geordnet, oder der Unmut explodiert. Das aber wäre eine Verheerung. Tatsächlich können die Freidemokraten aus der Krise sogar noch etwas für sich herausholen.

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Was Parteien üblicherweise in Krisen nicht richtig gut gelingt, nämlich Haltung zu bewahren, könnte der FDP, wenn sie das schafft, Sympathien bringen. Es ist ja auch wahr, dass Guido Westerwelle Meriten als Vorsitzender hat; er hat die Partei in der Opposition stramm zusammengefügt, auf Sieg getrimmt und viele Erfolge erzielt. Man schaue nur auf die Landtage. Da wird es zwar gerade wieder mauer, aber von einer bürgerlichen Partei ist zu erwarten, dass sie bürgerliche Umgangsformen besser als andere beherrscht. Westerwelle respektvoll zu verabschieden, gehört sich. Mindestens vom Amt des FDP-Vorsitzenden, als Außenminister hat er schon genug zu kämpfen. Für sich selbst. Was die Jüngeren betrifft: Es sollte für einen Freidemokraten keine Zumutung sein, in der Partei an führender Stelle Verantwortung zu übernehmen. Sonst sollten sie sich auch verabschieden. Zögern bringt ihnen keinen Respekt.

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