FDP : Unter keinem guten Stern

Sie haben keine Leute, und jetzt laufen sie ihnen auch noch davon. Absurd? Nein, FDP. Die Freidemokraten, vormals Liberale genannt, in der FDP organisiert, erleiden eine Krise, wie sie nicht mal ihr ewiger Hans-Dietrich Genscher mitmachen musste. Und der wendete immerhin die seinerzeit sozialliberale FDP von der SPD hin zur CDU und tauschte dabei gut die Hälfte der Wählerschaft aus. Jahrzehnte später widerfährt der Partei unter ihrem Chef Philipp Rösler viel Ärgeres. Sozialliberale sind sowieso kaum noch welche da, Marktliberale gehen auf Distanz, und verbliebene Bürgerrechtsliberale wird die FDP nicht damit halten, dass sie ihre Justizministerin im Streit mit dem Koalitionspartner immer allein lässt. Hinzu kommen Führungsprobleme in Land und Bund. Fast drei Prozent in Umfragen, dauerhaft, sind also nicht weiter verwunderlich. Im neuen Jahr, zu Dreikönig, muss die FDP zeigen, warum es sich lohnt, sie doch noch nicht abzuschreiben. Die Vorzeichen sind nicht gut, die Rednerliste für das Traditionstreffen in Stuttgart scheint wichtiger als jeder Inhalt zu sein. Nur, setzt sich das Theater im Staatstheater für jedermann sichtbar fort, wird 2012 Auftakt zum Trauerspiel. Der Exitus ist nahe, diesmal wirklich. Frei nach Brecht: Die FDP ist tot, wenn niemand mehr an sie denkt. cas

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