Meinung : FDP: Vergleichsweise seriös

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Virtuelle Hochschulen, Turbo-Gymnasien, mehr Ganztagsschulen, Tausende zusätzliche Lehrer, eine Dienstrechtsreform - das sind Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg. Die liberale Handschrift? Die christdemokratische: Erwin Teufel hat Walter Döring wenig Platz gelassen. Es bleibt auch beim Ein-Stimmen-Wahlrecht, das Döring so unbedingt verändern wollte. Dieses Ergebnis zeigt den derzeitigen Wert der FDP, im Land und darüber hinaus. Wo, wenn nicht im liberalen Stammland, hätte das Projekt 18 annähernd Realität werden können? Das Projekt aber ist geschrumpft, eine 8 muss reichen, und so viel kann die FDP maximal an eigenen Positionen durchsetzen. Dabei ist Döring, der stellvertretende Ministerpräsident und Vize-Bundesvorsitzende, eine im Vergleich seriöse Variante von Jürgen Möllemann. Wenn nun auf dem Parteitag im Mai Möllemann für den Posten des Vize kandidiert, gegen Döring, dann wird der erst recht auf Birgit Homburger als neuer Generalsekretärin bestehen. Was bedeutet: Das Ergebnis der Wahl und der Koalitionsverhandungen in Baden-Württemberg lässt für die Zukunft noch einiges an Kämpfen um Kurs und Einfluss in der Bundes-FDP erahnen. Einerlei, wer an der Spitze steht.

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