Meinung : Fehe, Mehe, Feminat

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Wir werden alle überwacht. Zum Beispiel von der Uni Saarbrücken, deren Computer jährlich tausend neue Begriffe identifiziert und sammelt. Wenn hier zum Beispiel drei Mal hintereinander „Wudlhurz“ stünde, wäre vermutlich auch dieses Wort reif für Saarbrücken. Aber was bedeutet es? Nehmen wir lieber das Wort „Abnickgremium“, das die CDU jetzt für die Stammzellen-Ethikkommision der Bundesregierung geprägt hat. Astrein! Da sieht man die willenlosen Experten richtig vor sich, wie sie mit wackelndem Kopf Zelle um Zelle passieren lassen, bis schließlich der Homunkulus fertig ist und das Kanzleramt übernimmt. Ein weiterer Fall für Saarbrücken: die „Gleichenehe“. Dieses Wort soll künftig für die ungelenke „Homo-Ehe“ stehen und sie zur klassischen Ungleichen-Ehe abgrenzen. Bedenken wir, dass uns andere Wortvorschläge für das Phänomen wie „Ehenoid“ oder „Similiarehe“ erspart blieben, dass auch Fehe, Mehe, Feminat und Maskulat als Wort für die betreffenden Partnerschaften durchfielen, dann können wir unseren Wortfindern nur heftig danken für so viel Stilgefühl. Obwohl „Gleichenehe“ schon sehr seltsam klingt ... Wie wäre es mit Wudlhurz? Saarbrücken: Bitte übernehmen!

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