Meinung : Fester Platz im Kalender

„Linke will Sankt-Martins-Umzüge umbenennen“ vom 6. November

Da gibt es doch tatsächlich Menschen, die aus dem St.-Martins-Tag, der Menschen aller Glaubens- oder Nichtglaubensrichtungen daran erinnern soll, wie wichtig die Unterstützung für bedürftige Menschen ist, aus scheinbar religiöser Toleranz gegenüber Muslimen einen banalen „Sonne-Mond-und-Sterne-Tag“ machen wollen. Wissen diese Menschen

eigentlich, dass das höchste religiöse Fest für Muslime das Kurban Bayrami Fest (Opferfest) ist, das allen Muslimen weltweit die Pflicht auferlegt, zu diesem Fest ein Tier zu schlachten, sofern sie es sich leisten können, und das Fleisch dieses Tieres unter den Hungrigen und Armen zu verteilen? Dieses Fest ist für Muslime in Deutschland ein Feiertag, Schüler haben an diesem Tag schulfrei, Lehrer in deutschen Schulen sind angehalten, an diesem Tag keine Klassenarbeiten zu schreiben.

Beide, die Geschichte von St. Martin und das Kurban-Bayrami-Fest mit ihrer mehr als tausendjährigen Geschichte und gleicher Ansage haben bis heute an Aktualität nichts verloren und beanspruchen für Christen und Muslime, für Gläubige und Ungläubige ihren Platz im Kalender.

So kindlich naiv wie das Lied „Sonne, Mond und Sterne…“, wenn nicht gar intellektuell beschränkt, erscheint mir das Ansinnen derjenigen, die den St.-Martins-Tag aus dem Gedächtnis streichen wollen.

Dr. Christian Laiblin, Kaltenborn

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