Finanznot an Berliner Unis : Gefährdete Zukunft

157 Millionen Euro zusätzlich fordern die Berliner Universitäten vom Senat. Es könnte keine bessere Investition geben.

Das ist ein großer Betrag für ein Land, das sparen muss:157 Millionen Euro zusätzlich fordern die Berliner Universitäten vom Senat. Aber es könnte keine bessere Investition geben. Wissenschaft ist das wichtigste Wachstumspotenzial der Stadt. Es wäre eine Katastrophe, wenn wegen der Haushaltslöcher 15 000 Studienplätze verloren gingen. Das Geld brauchen die Unis, um Zahlungsverpflichtungen für Energieversorgung, Pensionen und Gehälter zu erfüllen. Hier sind die Kosten drastisch gestiegen. Auch für die Inflationsrate erhalten die Unis keinen Ausgleich. Im Gegenteil: Sie wurden vom Senat gezwungen, von 2003 bis 2009 gemeinsam 75 Millionen Euro zu sparen. Solche Einschnitte kann das Bund-Länder-Programm zum Aufbau zusätzlicher Studienplätze nicht heilen. Trotzdem hat die Freie Universität den Sprung in den Kreis der neun Eliteunis geschafft. Auch die anderen sind als Forschungsuniversitäten erfolgreich. Um diese Entwicklung nicht zu gefährden, muss der Senat handeln. Es geht um die Zukunft der Berliner Wissenschaft und um die Zukunft der Landeskinder, denen eine faire Chance auf einen Studienplatz in Berlin geboten werden muss. -ry

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