Meinung : Flickschusterei

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Es wäre verfehlt, die Debatte auf den Nullrundenstreit zu verengen. Als ob langfristig etwas gewonnen wäre, die Rentenanpassung um ein Jahr auszusetzen. Als ob es etwas änderte, den Rentenbeginn um einen Monat zu verschieben. Lange genug hat die Politik versucht, die demografischen Veränderungen mit kurzfristiger Kostendämpfung in den Griff zu bekommen. Dabei zahlen die Bürger längst mehr als 19,5 Prozent für die Altersvorsorge. Sie merken es nur nicht, weil der Rest aus Steuerkanälen zugeschossen wird. Mit solcher Flickschusterei kann dauerhaft die Altersvorsorge nicht reformiert werden.

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