Meinung : Fliegende Visionen

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Eigentlich hätte der Montag ein guter Tag für den angeschlagenen europäischen Flugzeugbauer Airbus werden können. Endlich wurde die überarbeitete Version des neuen Langstreckenfliegers A 350 vorgestellt. Seit Monaten hatte Airbus seine Kunden im Unklaren gelassen, inwiefern auf die Kritik vom Frühjahr eingegangen werden würde. Jetzt ist klar: Die Kritik ist angekommen. Gleichzeitig muss der große Airbus-Konkurrent, der US-Konzern Boeing, zugeben, dass es „kleinere“ Verzögerungen bei der eigenen neuen Langstreckenmaschine 787 gibt. Haben Airbus und seine Mutter EADS nach dem Desaster beim Hoffnungsträger, dem Super-Jumbo A 380, endlich die Wende geschafft und im Wettbewerb mit Boeing wieder die Nase vorn? Die Börse am Montag spricht da eine klare Sprache. Die Boeing-Aktie verzeichnet einen ordentlichen Aufschlag, der Kurs von EADS bewegt sich kaum. Das in den vergangenen Wochen verspielte Vertrauen kann EADS mit ein paar neuen Flugzeugminiaturen nicht zurückgewinnen. Der Konzern muss erst wieder zeigen, dass seine Visionen auch fliegen können. hop

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