Flughafen BER : Warum der Airport eine Chance für Wowereit ist
20.06.2012 00:00 UhrKlaus Wowereit steht vor der gewagtesten Entscheidung seiner Amtszeit. Am Freitag tagt der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, deren Vorsitzender Berlins Regierender Bürgermeister ist; es wird um zusätzliche Millionen für den Schallschutz gehen, um klaffende Finanzierungslücken, um den neuen Planungschef – und um den Eröffnungstermin. 17. März 2013, so lautet er bisher, und Wowereit betont, dieser Termin sei nicht politisch gesetzt, sondern folge der Expertenmeinung.
Allerdings wühlen sich die Firmen, die mit der schwierigen Technik und unter anderem dem Brandschutz beschäftigt sind, gerade erst durch Berge von Planungsunterlagen. Ihre erste Einschätzung, ob sie es schaffen können, fällt, wie zu hören ist, verhalten optimistisch aus: Unmöglich sei es nicht.
Bildergalerie: Das BER-Desaster
Allerdings sind sich die Firmen in ihrer Einschätzung uneins, und „nicht unmöglich“ ist ein Status, der genauso gelb klingt wie die Baufortschrittsampel war, kurz bevor der letzte Eröffnungstermin platzte. So spielen die Unternehmen die Verantwortung über die Flughafengesellschaft und den Aufsichtsrat zurück an die Politik.
Für Wowereit ist das ein Dilemma: Es muss ein Termin gesetzt sein – die Fluggesellschaften, die Bahn, die Geschäftsleute brauchen ihn für ihre Planung, die Bauleute als Antrieb. Doch platzt dieser Termin abermals, wird er die Verantwortung dafür kaum noch einmal so nonchalant wie beim letzten Mal abwehren können.






























