Flughafen-Erweiterung : Dritte Startbahnen machen immer Ärger

Der Kampf um eine dritte Startbahn für Schönefeld könnte in einigen Jahren zum wichtigsten politischen Konflikt werden. Das Einzige, was uns retten könnte, wäre, dass sie definitiv nicht gebraucht wird, aber wer glaubt das schon?

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Ende August 2012 hatte der Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratvorsitzende des BER, Klaus Wowereit, noch die Verantwortung für das Flughafen-Desaster übernommen. Am 24.05.2013 wies er jedoch eine persönliche Verantwortung für die mehrfache Verschiebung des Eröffnungstermins im BER-Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses von sich. Doch nun, Mitte Dezember ist sein Comeback als Aufsichtsrat sicher.Weitere Bilder anzeigen
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13.12.2013 10:52Ende August 2012 hatte der Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratvorsitzende des BER, Klaus Wowereit, noch die Verantwortung...

Ach, es braucht keinen Propheten, um in der dritten Startbahn für Schönefeld den wichtigsten politischen Konflikt ca. 2018 zu ahnen. Dritte Startbahnen machen immer Ärger, das gibt Hüttendörfer und Demos und angekettete Aktivisten, das ist so in Deutschland. Das Einzige, was uns retten könnte, wäre, dass sie definitiv nicht gebraucht wird, aber wer glaubt das schon?

Also ist auch Saskia Ludwig von der brandenburgischen CDU für eine dritte Startbahn. Doch sie kennt die Wähler und ihre Empfindsamkeiten und beschwichtigt sogleich, man könne diese Startbahn ja auch woanders hinbauen.

Ah, ja. Woanders. Präzisere Informationen gibt es nicht. In Sperenberg womöglich, da müssten dann nur die Fluggastbrücken in Schönefeld länger gemacht werden, Leipzig/Halle käme in Frage, da würden wir einfach mehr Flughafenbusse brauchen. Oder Frankfurt am Main! Da müssen die meisten Berliner ja sowieso hin, wenn sie Anschlussflüge brauchen. Das wäre also am praktischsten. Ob die dort auch gleich noch die beiden anderen Landebahnen nehmen?

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