Meinung : Flugnummer

Berichterstattung zum Nachtflugverbot

in Schönefeld

Das Gejammer aus dem Süden nervt langsam wirklich! Haben wir im Norden in 40 Jahren jemals eine Solidaritätsadresse erhalten? Wer macht sich darum Gedanken, die Menschen an den Hauptverkehrsstraßen vom Autolärm zu entlasten? Jeder will fliegen! Auch in Tegel hat das Verkehrsaufkommen nicht deshalb ständig zugenommen, weil alle Bahn fahren! Das Dilemma sind doch die Billigflüge, die der Umwelt genauso schaden wie der Nachtruhe. Die Überschrift müsste also eher heißen: Boykottiert Flüge!

Nach 13 Jahren in der Einflugschneise zu Tegel kann ich aus Erfahrung sagen: Die Kinder stört es am wenigsten. Und für die Erwachsenen gibt es „Ohropax“. Ansonsten: Fahrt mehr Bahn oder bleibt Zuhause. Die hypermobile Gesellschaft gibt es nicht ohne Kosten. Und St. Florian wird uns nicht helfen.

Marion Kind, Berlin-Heiligensee

Das Urteil des Gerichtes vom 13.10. hat nun endlich für Klarheit im positiven Sinne gesorgt.

Der notwendigerweise stadtnahe neue Großflughafen wird für die gewünschte positive Wirtschaftsentwicklung der Stadt Berlin und auch des Landes Brandenburg sorgen. Dies ist vor allem auch mittel- und langfristig wichtig, hier wird sich in den nächsten 20, 30, 40 Jahren noch eine Menge tun.

Bei allem Respekt vor den Empfindungen der (vermeintlich) von der Entscheidung negativ Betroffenen, es gibt meines Wissens kein Gesetz, durch das ich gezwungen werde, an einem als unerträglich empfundenen Ort zu leben.

Dem Bürgerverein Brandenburg-Berlin empfehle ich für die Erfolgsaussichten seines weiteren Vorgehens, sich bei den tapferen Damen zu erkundigen, die mit ihrer Initiative seit 2006 versuchen, dass die ICEs der Deutschen Bahn wieder planmäßig am Bahnhof Zoo halten.

Herbert Krüger, Berlin-Tegel

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