Meinung : Fragen Sie Ihren Treibhausgasmann!

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Gewerkschaften, mal herhören: Das mit dem Personalabbau ist längst nicht so schlimm. Zwar werden wir einen Haufen Lehrer, Polizisten und Feuerwehrleute freistellen müssen – aber 2005 kommt ja die Kohlendioxidbehörde. Und da werden alle Arbeit finden, die jetzt überzählig sind. Denn die Zertifikate, die uns berechtigen, das böse Gas weiter auszustoßen, sollen ja gehandelt werden, und dieser Handel bedarf der Aufsicht. Durch Kohlendioxidamtmänner, Zertifikatsoberräte, Leitende Ozondirigenten und Beauftragte für Gender Mainstreaming, die dafür sorgen, dass die Abschaffung der Geschlechterrollen auch im Ozonloch nicht an Schwung verliert. Ferner wird sich herausstellen, dass Deutschland seinen Beitrag zu Kyoto nur leisten kann, wenn es kohlensäurehaltiges Mineralwasser strikt bewirtschaftet – eine schöne Perspektive für Flaschen im öffentlichen Dienst. Und das planlose Kinderkriegen ist ohnehin Geschichte, weil jeder neue Mensch auch eine neue Kohlendioxidquelle darstellt; man könnte Geburtsrechte z.B. durch Auspflanzung von Bäumen erwerben. Oder dadurch, dass die Eltern nach der Geburt fest die Luft anhalten. Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Treibhausgasmann!

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