Friedensplan für Syrien : Ein erster Schritt, nicht mehr

Das Töten beenden - auf dieses Minimalziel hat sich der Weltsicherheitsrat verständigt. Das wird nicht reichen, Syrien Frieden zu bringen? Ein Kommentar.

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Ein bisschen Hoffnung für das Bürgerkriegsland: Syrer vor dem Sitz der UN.
Ein bisschen Hoffnung für das Bürgerkriegsland: Syrer vor dem Sitz der UN.Foto: Justin Lane/dpa

Einen Plan zu haben, ist eine feine Sache. Sich über das Vorhaben einig zu sein, fast noch besser. Insofern ist die Syrien-Resolution des Weltsicherheitsrates ein erster respektabler Schritt, um dem Bürgerkriegsland zumindest den Schimmer einer Hoffnung zu geben.

Denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass vor allem Amerikaner und Russen nach Jahren gegenseitiger Blockade sich auf einen Minimalkonsens verständigt haben – das Töten soll enden, so schnell wie möglich. Aber das war’s dann auch mit der Einigkeit.

Zentrale Streitpunkte werden in dem UN-Papier einfach ausgeklammert. Die sind aber von großer Bedeutung, damit der Konflikt in Syrien gelöst werden kann. Was wird aus dem Fassbomben-Werfer Baschar al Assad? Darf er doch noch ein wenig länger an der Macht bleiben? Das ist in Moskaus Sinne, für Washington jedoch eine Zumutung.

Und: Wer soll als Oppositionsvertreter mit dem Regime über einen Waffenstillstand und Wahlen verhandeln? Alles unklar. Frieden ist so kaum zu haben. Am Morgen nach der Einigung im UN-Sicherheitsrat wurde in Syrien wieder heftig gekämpft.

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