Frühwarnsystem : Kinderschutz in Berlin

Gute Nachrichten? Bei diesem Thema? Immerhin sind in Berlin seit dem Start der Kinderschutzhotline fast 700 Meldungen über vernachlässigte, misshandelte, verwahrloste Kinder bekannt geworden. Wer könnte da froh sein?

Aber die Zahlen zeigen auch anderes: Die Berliner haben begriffen, dass es auf sie ankommt, wenn Kinderleid verhindert oder beendet werden soll. Die Menschen, Nachbarn und Verwandte, verlieren die Scheu, den Behörden und der Polizei von ihrem Verdacht zu erzählen, die Angst, als Spitzel oder Blockwart zu gelten, weil sie keine Sorge haben müssen, in der Öffentlichkeit bloßgestellt zu werden, wenn der Hinweis sich als falsch erweist. Geschafft hat das die Kinderschutzhotline, wo man auch einen bloßen Verdacht mitteilen kann. Zum Erfolg des Netzwerks zum Kinderschutz, mit dem Berlin Vorreiter in der Bundesrepublik ist, hat die enge Zusammenarbeit von Ämtern, der Polizei und Familieneinrichtungen beigetragen. Das Beispiel zeigt: Es mangelt nicht an Vorschriften, es braucht auch keine Kinderrechte im Grundgesetz, es reichen die vorhandenen Möglichkeiten, um Kindern zu helfen. Das aber muss man wirklich wollen.gn

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