Meinung : Für jeden was dabei

DIE VIELEN POSITIONEN DER UNION IN SACHEN IRAK

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Da sind die Rollen ja wieder gut verteilt. Edmund Stoiber lässt keine Gelegenheit aus, die Mitte zu besetzen – und doch nach beiden Seiten hin offen zu sein. Das jüngste Beispiel ist die Haltung zu einem Irak-Krieg. Nicht, dass der wirklich schon anstünde; auch in Amerika wächst die Zahl der Skeptiker, längst auch in den Reihen der Republikaner. Aber vorsorglich hat der Kompetenzkandidat fürs Auswärtige, Wolfgang Schäuble, bereits begonnen, uneingeschränkte Solidarität mit den amerikanischen Freunden zu bekunden. Damit versucht Schäuble so nebenbei einen unlängst noch von Rot-Grün besetzten Begriff zurückzuerobern. Bei der Bush-Administration wird sein Vorgehen bestimmt genau registriert worden sein. Außerdem aber hat Michael Glos, Stoibers CSU-Statthalter im Berliner Parlament, die Flanke hin zu den Skeptikern in Deutschland geschlossen. Seine Vorbehalte gegen eine deutsche Beteiligung an einem Krieg in Irak werden ja auch von nicht wenigen, darunter Konservative, geteilt. Wer dahinter eine Strategie vermutet, wird bestätigt durch Stoiber: Der sagt, dass jetzt noch keine Zeit für Festlegungen ist. Jeder spielt seine Rolle. cas

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