Meinung : Fußball-WM im Free-TV: Der Markt hilft dem Fan

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Einige hatten sich schon gefreut auf launige Fußballabende vor dem Decoder in der Eckkneipe. Sie können nun doch daheim die Fußball-Weltmeisterschaften miterleben, ohne zusätzliche Kosten für Pay-TV: nicht nur die WM 2002 in Asien, sondern auch die 2006 in Deutschland. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten haben sich mit der Kirch-Gruppe geeinigt über die Ausstrahlung von 24 Spielen, also nicht nur der mit deutscher Beteiligung. Vorbehaltlich der Zustimmung der Intendanten. Der Druck, den die Politik in den vergangenen Tagen ausgeübt hatte, war zu groß geworden, vielleicht gerade, weil ihm eine höchst populistische Argumentation zu Grunde lag. All zu stark sollten sich die Stoibers, Schröders, Becks jedoch nicht auf die Schulter klopfen: Ihr Gezeter hatte Einfluß, aber ausschlaggebend für Kirchs Umdenken dürften eher marktwirtschaftliche Gründe gewesen sein. Er hat sein sündhaft teures Rechtepaket - die nicht refinanzierbare WM 2002 in Asien plus eine Option auf die lukrative WM 2006 in Deutschland - einfach nicht an die Privatsender gebracht. Was zu erwarten war. Jetzt muss das Runde eben ins öffentlich-rechtliche Eckige.

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