Meinung : Gar nicht feierlich

CHINA UND DIE MENSCHENRECHTE

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China feiert. Verständlich, schließlich wird die UNKommission das Land nicht wegen Verstoßes gegen die Menschenrechte verurteilen. Verständlich? Wie kann es sein, dass China, das immer wieder die Menschenrechte ignoriert, seine Bürger in ihren Freiheiten einschränkt und die Todesstrafe alltäglich anwendet, zum elften Mal in Folge ungerügt davonkommt? Und dann auch noch die kesse Anschuldigung an die Adresse der USA, sie hätten nur aus Neid auf eine Resolution der Kommission gedrängt. Ein anderer Vorwurf erscheint dabei viel näher liegend, der an die Vereinten Nationen: Sich vor der Entscheidung zu drücken, der zukünftigen Supermacht China die Stirn zu bieten, ist nicht nur schwach. Es ist auch verlogen. Gab es nicht jüngst eine Situation, in der sich die Staatengemeinschaft sehnlichst gewünscht hätte, einflussreich, zukunftsorientiert, positiv wirken zu können? Ging es da nicht auch um einen Herrscher, der das Volk unterdrückte und sich um Menschenrechte nicht scherte? Auch die USA nehmen unterschiedlich Maß: Während der Irak gleich auf der Achse des Bösen platziert wurde, bleibt China das Reich der Mitte. Und feiert.nan

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