Gasag : Schön weitergereicht

Während am Freitag bei 19 Grad die Kastanienbäume erste Knospen zeigten und wohl auch der letzte Gasag- Kunde seine Heizung abdrehte, legte der Berliner Versorger seine Jahresbilanz vor. 2008 war ein gutes Jahr – für die Gasag.

Der Gewinn des Gesamtkonzerns, also inklusive aller Töchter außerhalb Berlins, stieg um 19 Prozent auf 93 Millionen Euro. Ein Grund ist, dass die Gasag die extrem hohen Rohstoffpreise im Sommer komplett an die Kunden weitergereicht hatte. Im September war der Höhepunkt erreicht, dann erlebten die Kunden einen langen, kalten und damit sehr teuren Winter. Jetzt sind die Rohstoffpreise wieder tief im Keller und auch die Gasag senkt die Preise – allerdings nur moderat. Mehr als zehn Jahre nach der Privatisierung ist aus dem öffentlichen Grundversorger ein privater Selbstversorger geworden, der den Millionengewinn an seine Mutterkonzerne Vattenfall, Gaz de France und Thüga AG abführt. Das wird auch in den nächsten Jahren so sein, egal, was die Weltwirtschaft macht. Denn heizen werden Gasag-Kunden immer. Kälte kennt eben keine Konjunktur. kph

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