Meinung : Geburtstagswunsch

DER KANZLER UND DIE KONJUNKTUR

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Jetzt, wo sich der IrakKrieg dem Ende zuneigt, muss es doch endlich klappen mit dem Konjunkturaufschwung. Findet der Kanzler und hat die Unternehmer an seinem 59. Geburtstag aufgerufen, mit der „verfluchten Nörgelei“ aufzuhören, die bislang noch jede Aufschwunghoffnung zunichte gemacht habe. Die Lage sei besser als die Stimmung, das hat Gerhard Schröder auf der renommierten Industrieschau Hannover Messe ausgemacht. Doch er sollte Ursache und Wirkung sauber voneinander trennen. Manager entlassen nicht Mitarbeiter, kappen nicht Investitionen und schließen keine Fabriken, nur weil sie notorische Miesepeter sind. Oder weil sie gar Lust an der Krise empfinden. Für das Zaudern der Firmenchefs und das mithin schlappe Wirtschaftswachstum gibt es einen schlichten Grund: Die Unternehmen bezweifeln, dass sie ihre Produkte hier zu Lande loswerden. Weil die Steuern hoch sind, weil die Arbeit teuer ist, weil die Bürokratie bremst und weil sich an all dem seit Jahren nichts geändert hat. Will Schröder seinen Aufschwung, darf er deshalb nicht an der Nörgelei herumnörgeln. Sondern muss dafür sorgen, dass die Wirtschaft weniger zu nörgeln hat. Er muss also solide Mehrheiten für seine Reformen finden. brö

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