Meinung : Gefährliche Ambivalenz

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Der Schweizer „TagesAnzeiger“ aus Zürich schreibt zum selben Thema:

US-Präsident George W. Bush hat mit der neuen Irak-Resolution einmal mehr in dieser Woche einen großen Sieg errungen. Ihm und seiner Regierung ist es gelungen, die Völkergemeinschaft für eine harte Linie gegenüber dem Irak einzuspannen und in die Pflicht zu nehmen. Der UNO-Sicherheitsrat räumt Bagdad eine allerletzte Chance ein, seinen Abrüstungsverpflichtungen nachzukommen. Sonst setzt es „ernsthafte Konsequenzen“. Und doch hat der UNO-Sicherheitsrat mit der neuen Irak-Resolution einen Zeitzünder aktiviert, der während der nächsten drei Monate ticken wird und einen Krieg auslösen könnte. Bei aller Freude über die vorerst gelungene Einbindung der USA gilt es festzuhalten, dass die Resolution voller kreativer Doppeldeutigkeiten steckt. Letztlich liegt es aber in der Hand einer anderen Person, den Zeitzünder zum Krieg anzuhalten: Saddam Hussein.

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