Meinung : Gefahr auch in der zweiten Reihe

DAS BUNDESKRIMINALAMT WARNT VOR ANSCHLÄGEN

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So mancher hatte gedacht, dass Deutschland nicht im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus steht wie die USA oder Großbritannien. Mindestens seit der eindeutigen Haltung Schröders und Fischers zu einem IrakKrieg. Die jüngsten BKA-Analysen sprechen eine andere Sprache. Das Risiko im Land ist hoch, deutsche Einrichtungen im Ausland werden nun unter Schutz gestellt, wie amerikanische. Doch wollen militante Islamisten nur deshalb Anschläge auf Gebäude und Menschen in Deutschland verüben, weil unsere Truppen in Afghanistan dabei waren? Das ergibt ein falsches Bild. Die westliche Kultur, unsere Lebensart ist es, gegen die sich die Terroristen auflehnen, die sie zerstören wollen. Dabei werden die Ziele, wie man am jüngsten Fall, Bali, sehen kann, eher beliebig gewählt. Ganz gleich, ob es Ferienorte, religiöse Räume, oder ob es die Wirtschaft betrifft, der Westen verdient es aus Sicht der Attentäter, überall angegriffen zu werden. Und damit auch in Deutschland. Wer beim Kampf gegen den Terrorismus nicht in vorderster Front steht, ist also nicht weniger gefährdet. Das heißt nun nicht, dass Deutschland gleich überall mitkämpfen muss. Es bedeutet aber, dass man bei Fanatikern mit Appeasement keinen Erfolg haben wird. nan

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